Freitag, 19. April 2013

was soll das denn?

ein wunderwerk journalstischer arbeit erbringt das mostviertelmagazin.

was assoziieren sie mit folgendem titelbild?


chemieeinsatz? genmanipulation? verhinderung von fäulnis durch einbringen von chemikalien?

weit gefehlt. es geht um einen artikel über die impfmüdigkeit beim menschen. wie jedoch die faulende birne in den genuss kommt, für diese geschichte angestochen zu werden, ist in keiner weise nachvollziehbar.

in diesem bild steckt eine gefährliche unterbewusste botschaft drin. das dürfte den verantwortlichen der gazetta de la mostviertel nicht bewusst sein.

Sonntag, 7. April 2013

biogärtnern für intelligente faule

die gelegenheit war günstig. das lagerhaus lud fernseh-bio-gärtner karl ploberger zu einem vortragsabend. 
"die besten gartentipps für intelligente faule" - da könnte auch für bio-obst-bauern etwas dabei sein. 




mit begeisterung schilderte ploberger die 7 grundlagen seiner gartenphilosophie:

1. vielfalt ist wichtig
2. die richtigen pflanzen auf den richtigen standort, hell oder schatten, trocken oder feucht, ton, lehm oder sand
3. kompost einsetzen
4. mulchen
5. mischkulturen
6. gründüngung
7. sanfte schädlingsbekämpfung

die details können sie in den vielen büchern, die ploberger inzwischen geschrieben hat, nachlesen. sie sind - welch ein zufall - auch im lagerhaus erhältlich.

Dienstag, 5. März 2013

bio-kernobst winterschulung

so wie jedes jahr lud auch heuer wieder die lk st. pölten zu einer umfangreichen schulung für bio-kernobsterzeuger. ca. 30 interessierte folgten der einladung am 4.märz 2013.

nach einem eröffnungsstatement von kammersekretär neuhauser berichtet dr. christa lethmayer von der AGES über den aktuellen stand der phytoplasmose-forschung. phytoplasmose ist die ursache für den sog. birnenverfall (engl. pear decline).


dr. andreas spornberger von der BOKU wien setzt sich mit der unterlagen-problematik auseinander.


fritz prem berichtet über die vermarktung von bioobst.

 
für die weiteren dreieinhalb stunden ist karl waltl wieder in seinem element. er berichtet u.a. über feuerbrand und die wildbienenzucht zur bestäubungsförderung.


erst nach einbruch der abenddämmerung ist das seminar zu ende. folgende schlaflose nächte zur verarbeitung der informationsflut sind nicht ausgeschlossen.

Freitag, 22. Februar 2013

erhebung erwerbsobstanlagen

die erhebung der erwerbsobstanlagen in österreich zum 1.12.2013 hat es nun sogar zu einer veröffentlichung auf fruchtportal.de geschafft. demnachsind in österreich 83 % der obstfläche äpfel, 9 % marillen und nur 6 % birnen. die zahl der obstbetriebe ging seit 2007 um 3 % zurück, die fläche blieb aber konstant. den ganzen artikel finden sie unter

http://www.fruchtportal.de/aktuelles/lesen/46753/Erwerbsobstanlagen-Oesterreich-2012-mehr-Anbauflaeche-anhaltender-Rueckgang-Obstbau-Betriebe?utm_medium=twitter&utm_source=twitterfeed

fruchtportal ist eine infoplattform für alle an obst und gemüse interessierten.

Mittwoch, 20. Februar 2013

GLOBALGAP-Schulung

am 19.2.2013 führte die OPST (obst-partner-steiermark) eine GLOBALGAP-schulung in thallern durch. ca. 30 obstbauern vorwiegend aus dem raum st. pölten und krems nahmen teil. etwa ein drittel waren bio-obst-bauern.

im ersten teil des vortrags berichtet willi nuster über die aktuellen änderungen bei der globalgap-zertifizierung. themen sind das online-betriebsheft, gesetzliche änderungen und die überprüfung der sog. herbizid-balken. letzteres betrifft allerdings nur die konventionellen erzeuger.


der zweiten teil gestaltet herr prem. er berichtet ausführlich über das rückstandsmonitoring, das ebenfalls die konventionellen erzeuger betrifft. für mich als bio-obst-erzeuger ist das trotzdem ein interessantes thema.

die analysemethoden sind heute so genau, dass man jedes eingesetzte synthetische präparat zumindest in spuren nachweisen kann. das betrifft bio-erzeuger insofern, da es auch zu pflanzenschutzmitteleinträgen aus der umwelt kommen kann. in unserer region steht selten eine biologische obstanlage neben einer konventionellen. konventionelle äcker verursachen selten einträge. in regionen aber, wo hunderte ha konventionelle obstanlagen stehen und inmitten befinden sich kleine flächen, die biologisch betrieben werden, kann das zu erheblichen problemen beim rückstandsmonitoring führen.

durch gezielteren einsatz von präparaten und bessere wahl von einsatzzeitpunkten konnten die (synthetischen pflanzenschutzmittel-)wirkstoff-rückstände in konventionellen obstprodukten von 2011 auf  2012 erheblich gesenkt werden. auch die konvis bemühen sich sehr, ihre produkte konsequent zu verbessern. mitverantwortlich sind auch die hohen anforderungen des handels, der auch an möglichst geringen rückständen in obst und gemüse interessiert ist.

um den einsatz synthetischer pflanzenschutzmittel im konventionellen apfelbau noch weiter zu senken, wird eine massive ausweitung der sog. verwirrung angestrebt. durch hormonelle verwirrung soll das apfelwicklermännchen so verwirrt werden, dass es das weibchen zur paarung nicht mehr findet. ein bild zum thema verwirrung findet sich in folgendem blogbeitrag  http://biobirne-uta.blogspot.co.at/2012/12/verwirrungsstreifen-eingesammelt.html


beim verlassen des lokals bin ich noch über einen mini mit sonder-beklebung gestolpert. der besitzer des autos kann seinen job nicht verleugnen. es handelt sich um ein kremser kennzeichen!


Montag, 4. Februar 2013

pressereaktion bio-apfeltag

außer in der agrarpresse wurde der bio-apfeltag kaum wahrgenommen. in der zeitschrift "die landwirtschaft" der nö. llk. fand sich unten stehender artikel:

unter "bio-apfeltag" finden sich in google genau zwei einträge. die wiederum führen zu http://biobirne-uta.blogspot.com.

Donnerstag, 31. Januar 2013

erste-hilfe-kurs für globalgap absolviert

für die GLOBALGAP-zertifizierung ist die absolvierung eines erste-hilfe-kurses notwendig. da der letzte nicht mehr reichte, nahm ich die dienstleistung des roten kreuzes in st. pölten in anspruch. der grundkurs dauert 16 stunden, d.h. 4 abende zu 4 stunden und kostet eur 60,-.

das erhaltene zertifikat wird im globalgap-ordner abgelegt. globalgap ist ein produktionsstandard ähnlich ifs (international food standard). daneben gibts auch konzerneigene standards wie zb. bei tesco. der betrieb wird jährlich zertifiziert. beim sog. audit sind 76 major-must-bedingungen, 114 minor-must- und 19 should-aufgaben zu erfüllen.

es ist zb. gut nachvollziehbar, dass über leuchten eine kunststoffabdeckung angebracht sein muss, damit im falle eines bruches keine glasscherben ins erntegut fallen. im lagerraum für die biologischen pflanzenschutzmittel muss eine künstliche lichtquelle vorhanden sein, da man dem biobauern nicht zutraut, dass er eine ordentliche taschenlampe zur hand nimmt oder einen fraglichen behälter zur nächsten lampe trägt und dort überprüft, ob es sich um das richtige präparat handelt.

der erste-hilfe-kurs war jedenfalls wichtig. hoffentlich brauche ich das nicht, was ich dort lerne.